Übersetzt: Der kleine Selbstversorger

Der kleine Selbstversorger

von Deanna Caswell und Daisy Siskins

 

Der kleine Selbstversorger heißt im englischen bzw. amerikanischen Original Little House in the Suburbs und ist aus einem, sehr erfolgreichen, Blog der zwei Autorinnen hervorgegangen. Inhaltlich geht es um ein selbstbestimmteres Leben im Kleinen: Gärtnern, Marmelade, Ketchup sowie Seife und Deo selber machen, Zwergziegen, Hühner und Bienen halten, bis hin zur Gründung von Babysitting-Coops und Mahlzeiten-Tauschringen inklusive Satzung.

 

Die beiden Autorinnen erzählen im lockeren Stil von ihrer eigenen Motivation und ihren Erlebnissen wie auch freimütig von ihren Misserfolgen. Es liest sich unterhaltsam, motiviert und eignet sich durch zahlreiche Rezepte und Anleitungen wunderbar zum Nachmachen. Auch ein Entwurf für Handzettel für Nachbarn, die dem neuen Hobby, wie Bienen, Hühner oder Ziegen zu halten, argwöhnisch gegenüberstehen, ist dabei.

 

Was gelegentlich irritiert ist die amerikanisch geprägte Sichtweise und Kultur: Wohngegenden, wo das Trocknen von Wäsche auf der Leine verboten ist und Neighboorhood Associations, die genaue Vorstellungen davon haben, wie ein Vorgarten auszusehen hat. Auch ist mir beim besten Willlen nicht klar, wie man jeden Tag eine Waschmaschine anwerfen kann, auch mit vier Kindern nicht.

 

Das Buch eignet sich dennoch bestens für alle, die gern von einem Leben auf dem Land träumen, nach dem Aufwachen aber lieber doch in ihrem Stadthaus bleiben möchten. Gärtnern im Kübel und Seife und Lotion-Bars selbst machen geht auch in der kleinsten Wohnung, nur mit den Hühnern, Bienen und Ziegen dürfte es eng werden.

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