Übersetzt: Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes

Auch in dieser Buchübersetzung geht es um Ernährung, das Buch wendet sich allerdings speziell an Diabetikerinnen und Diabetiker. Wirklich interessant ist der Theorieteil, der ausführlich auf die Hintergründe und die Entstehung von Diabetes eingeht und dabei durchaus auch Studienergebnisse präsentiert, die in der breiten Öffentlichkeit noch nicht angekommen sind.
 
Rezepte zur praktischen Umsetzung sind ebenfalls enthalten. Beim Ernährungskonzept setzt auch das Team um Dr. Neal Barnard auf eine größtenteils vegane Ernährung, wobei auch einfache Gerichte wie Vollkornnudeln mit Tomatensoße erlaubt sind. Der Rezeptteil enthält viele wirklich einfache Rezepte, wie eben Vollkornnudeln mit Fertig-Tomatensoße. Somit wendet er sich eher an Menschen, die noch nie selbst zum Kochtopf gegriffen haben. Ein paar Rezepte sind aber auch für Kochkönner neu und anregend.

Wer sich für die Theorie hinter der Volksrankheit Diabetes interessiert und neue Argumente und Anregungen für eine Ernährungsumstellung benötigt, ist auf jeden Fall mit dem Buch gut beraten.

Übersetzt: Ende aller Diäten

Das Ende aller Diäten - Nährstoffreich abnehmen ohne Hungern

von Joel Fuhrman

 

Nach seinem Hauptwerk, Eat to Live, ist jetzt auch das zweite, von mir übersetzte, Buch von Joel Fuhrman auf Deutsch erschienen, das Ende aller Diäten. Das Buch ist mitnichten nur für Abnehmwillige und es geht, wie der Titel ja verspricht, nicht um eine Diät. Sondern um eine umfassende Ernährungsveränderung, die im Grunde den gesamten Lebensstil umfasst.

 

Es enthält ebenso wie Eat to Live einen wissenschaftlich fundierten Theorieteil, aber mehr Rezepte als der Vorgänger sowie Beispielmenüs für zwei Wochen, inklusive Frühstück, Mittagessen und Abendessen, um in die Ernährungsweise hineinzufinden.

 

Optisch ist das Buch genauso schön umgesetzt wie Eat to Live, was die Ernährungsumstellung, die für Manche und Manchen doch sehr radikal sein kann, sicher erleichtert.

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Ernährungswissenschaft ist keine Wissenschaft? Von wegen

Ernährung: Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie

Hahn / Ströhle / Wolters

Sie wollen es immer ganz genau wissen? Oder haben täglich mit Menschen zu tun, die es immer ganz genau wissen wollen? Die fragen, wie das noch einmal war mit den Proteinen und Vitaminen und Lipiden und dem Alkohol? Dann hilft auch in Zeiten des dauerverfügbaren Internets ein dickes Nachschlagewerk weiter und vermittelt das gute Gefühl, auch offline noch Zugriff zu Informationen haben.

 

Das Werk von Andreas Hahn, Alexander Ströhle und Maike Wolters ist so ein Nachschlagewerk, für das reichlich verfügbare Informationen zu Ernährung und den Vorgängen im menschlichen Körper zusammengetragen wurden. Die 3. neu überarbeitete Auflage ist mittlerweile im Handel erhältlich.

Übersetzt: Der kleine Selbstversorger

Der kleine Selbstversorger

von Deanna Caswell und Daisy Siskins

 

Der kleine Selbstversorger heißt im englischen bzw. amerikanischen Original Little House in the Suburbs und ist aus einem, sehr erfolgreichen, Blog der zwei Autorinnen hervorgegangen. Inhaltlich geht es um ein selbstbestimmteres Leben im Kleinen: Gärtnern, Marmelade, Ketchup sowie Seife und Deo selber machen, Zwergziegen, Hühner und Bienen halten, bis hin zur Gründung von Babysitting-Coops und Mahlzeiten-Tauschringen inklusive Satzung.

 

Die beiden Autorinnen erzählen im lockeren Stil von ihrer eigenen Motivation und ihren Erlebnissen wie auch freimütig von ihren Misserfolgen. Es liest sich unterhaltsam, motiviert und eignet sich durch zahlreiche Rezepte und Anleitungen wunderbar zum Nachmachen. Auch ein Entwurf für Handzettel für Nachbarn, die dem neuen Hobby, wie Bienen, Hühner oder Ziegen zu halten, argwöhnisch gegenüberstehen, ist dabei.

 

Was gelegentlich irritiert ist die amerikanisch geprägte Sichtweise und Kultur: Wohngegenden, wo das Trocknen von Wäsche auf der Leine verboten ist und Neighboorhood Associations, die genaue Vorstellungen davon haben, wie ein Vorgarten auszusehen hat. Auch ist mir beim besten Willlen nicht klar, wie man jeden Tag eine Waschmaschine anwerfen kann, auch mit vier Kindern nicht.

 

Das Buch eignet sich dennoch bestens für alle, die gern von einem Leben auf dem Land träumen, nach dem Aufwachen aber lieber doch in ihrem Stadthaus bleiben möchten. Gärtnern im Kübel und Seife und Lotion-Bars selbst machen geht auch in der kleinsten Wohnung, nur mit den Hühnern, Bienen und Ziegen dürfte es eng werden.

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Gelesen: Eat to Live

Eat to Live: The Amazing Nutrient-Rich Programm for Fast and Sustained Weight Loss

(englische Taschenbuchausgabe)

von Joel Fuhrman

 

EAT TO LIVE ist insbesondere für Menschen geschrieben, die aus gesundheitlichen Gründen abnehmen wollen bzw. abnehmen müssen, eignet sich aber genauso für alle Nicht-Übergewichtigen, die sich gerne mit verschiedenen Ernährungstheorien aus wissenschaftlicher Sicht befassen. Der Autor, Joel Fuhrman, ist praktizierender Allgemeinmediziner (und ehemaliger Leistungssportler), der in seiner Praxis viele stark übergewichtige und entsprechend kranke Patienten hat. Im Laufe seiner Erfahrung mit diesen Patienten hat er einen 6-Wochen-Plan entwickelt, der als Start in eine radikale Ernährungsumstellung dienen soll. Kurz zusammengefasst besagt der Plan, dass Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte täglich in rauen Mengen verzehrt werden dürfen bzw. sollen. Tabu sind Zucker, raffiniertes Getreide (Weißbrot, Nudeln), Kaffee oder andere Genussmittel, Milch- und Fleischprodukte.

 

Zu Anfang jeden Kapitels erzählt einer seiner Patienten von ihrem oder seinem beinahe unglaublichen Erfolg, wodurch aus extrem übergewichtigen Rollstuhlfahrern wieder gesunde Menschen wurden. Danach geht es in den Kapiteln um verschiedene Aspekte der Ernährungslehre, wie zum Beispiel um die Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe und die Gefahren, die ein hoher Milchkonsum und der Verzehr von viel Fett mit sich bringen, alles unterlegt mit Zitaten aus zahlreichen wissenschaftlichen Studien. Im Anschluss an die Theorie folgt eine Anleitung zur Ernährungsumstellung in Form des 6-Wochen-Plans mit Menüvorschlägen für die ersten sechs Wochen. Im umfangreichen Rezeptteil finden sich eine Menge oft einfacher und in der Regel veganer Rezepte von der schlichten Gemüsesuppe über die Auberginenlasagne bis zur veganen Eiscreme.

 

Meine Kritikpunkte:

 

Dr. Fuhrman zitiert viele Studien, die belegen, dass eine überwiegend vegane Ernährungsweise die gesündeste ist. Die Studien, die er zitiert, sind umfangreich und fundiert, allerdings stammen viele seiner Beweise aus der China-Study von Campbell, wobei ich gewisse genetische Anpassungen bei Europäern zum Beispiel an den Milchkonsum voraussetzen würde und die Ergebnisse daher nicht als eins zu eins übertragbar ansehe.

 

Einen seltsamen Beigeschmack hat bei mir der Besuch der Homepage von Dr. Fuhrman hinterlassen, auf die er im Buch des Öfteren verweist und wo man, gegen Bezahlung, Mitglied in seinem Member Center werden kann. Auch verwendet er in vielen Rezepten seine salzfreien Gewürzmischungen, die man in seinem Online-Shop auf der Homepage bestellen kann. Diese Vermischung eines wissenschaftlichen Ansatzes mit einer kommerziellen Ausrichtung mag einfach typisch amerikanisch sein, verwundert hat sie mich dennoch. Wirklich irritiert hat mich, dass er zahlreiche Belege dafür anbringt, dass eine natürliche Ernährung uns mit allen Nährstoffen versorgt, die wir benötigen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dennoch hält er Vitaminpräparate (ausgesuchte Präparate) für unverzichtbar und verkauft in seinem Online-Shop eigene Zusammensetzungen mit beispielsweise Vitamin D3, Vitamin K2 und Taurin. Diesen Widerspruch in der Argumentation hat er für mich in seinem Buch nicht aufgelöst.

 

 

Mein Fazit:

 

Trotz der angeführten Kritikpunkte bietet das Buch ausreichend Stoff für Diskussionen über Ernährung und viele Anregungen, die sich durchaus in den Alltag integrieren lassen. Auch den Ansatz, die Ernährung radikal von heute auf morgen umzustellen, finde ich überzeugend, da ich ebenso wie der Autor der Meinung bin, dass nur ein radikaler Bruch mit alten Gewohnheiten zum Erfolg führen kann. Schwierig stelle ich es mir vor, diese radikale Umstellung im Kreise von Familie und Freunden aufrechtzuerhalten, sofern man diese weiterhin sehen möchte. Die Zutaten der Rezepte sind natürlich amerikanisch geprägt, insbesondere mit vielen Obst- und auch Gemüsesorten, die bei uns nicht, und vor allem nicht zu jeder Jahreszeit, erhältlich sind, aber die Rezepte können meist einfach abgewandelt werden.

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Geschrieben: Ratgeber "Glutenfreie Rezepte für Kinder"

 

Soeben ist "mein" Buch im Buchhandel erschienen: Glutenfreie Rezepte für Kinder. Ich freu mich und bin stolz, auch wenn "nur der Theorieteil von mir ist.

 

Und mehr Infos gibt es beim Compact Verlag.

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